Veröffentlicht am Freitag, 4 September, 2009 um 17:28 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Allgemein.
Ralfeva Millionär
Schriftstellerin
Lyrik & Wortmalerei
Ich bin so innerlich,
ganz in mir drin verwoben
und geistig abgehoben,
fast augenblicklich aufgescheucht,
manchmal von Tränen aufgeweicht
mit Biss und oftmals auch mit Witz
elektrisiert durch Geistesblitz.
Manchmal da bin ich inspiriert
von allen möglichen Geschichten,
hab viel gereimt und rezitiert
und möcht ein Leben lang nur dichten.
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:36 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Tickel – Tacke Nonsensmacke
Ich habe ein Witzgewicht
in meinem Kopfe
das rattert hin und her,
berüttelt die Gedanken,
versinkt im Plappermeer.
Ein Harpunist ist Vorstand
und häkelt am Verstand,
ich aber bin mein Eigner
und gebe mir die Hand.
In mir ist einverstanden
was sich zusammen stellt
und was noch nicht vorhanden,
das glaube ich verfällt.
Das Witzgewicht im Kopfe
es tickelt gegen Tacke
und packt mich oft beim Schopfe,
ich glaube es heißt Macke.
Wenn er ne Macke hätte,
dann hätte sie ´nen Tick,
dies eingepackt in Watte,
nun frag ich, wat hab ick?
Ick hab ein Witzgewicht
in meinem Koppe
det rattert hin und her,
wenn einer denkt ich stoppe,
det kann ich nun nicht mehr.
Ein Harpunist ist Vorstand
und häkelt am Verstand,
ich aber bin mein Meister
und gebe Dir die Hand.
Bin gar nicht einverstanden
was da zusammen prallt,
denn alles was vorhanden
ist rettungslos verknallt.
Das Witzgewicht im Kopfe,
es tackelt gegen Ticke
und wer kommt angewackelt?
Ick glaube det bin icke.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:25 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Phantasiegestrümpf mit eingemachter
Maus
Mein Kaufhaus voller Wünsche,
mein werbendes Plakat,
mein Phantasiegestrümpfe,
mein blubbernder Spinat.
Mein blau-weiß gestreifter Roter,
meine eingemachte Maus,
mein aufgeweckter Toter,
mein Liebeslebengraus.
Mein hohlgewichster Dübel,
mein Sahnetortenschmaus,
mein allergröbstes Übel,
mein gar und ganzes Aus.
Mein Liebesschwingenklingen,
mein Lob mich Wunderland,
mein Einbahnstraßenfahrrad,
mein Regenbogenpfand.
Mein Rüg mich nicht,
mein Lebensschwert,
mein Lock mich an,
mein Kuschelherd.
Mein dreimal zarter Kater,
mein rabenschwarzer Vater,
mein Pittiputtisabberlap,
mein Silberglockenseil.
Mein Fernsehmacher Sagespott,
mein ist schon gut, saugeil,
mein stacheldrechsel Fegerlein,
mein hausgemachtes Ofenschwein.
Mein Nix gesagt derweil.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:15 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Produktbeschreibung
Dies ist ein herrliches Produkt,
dass, wenn man es hinunterschluckt,
den Menschen zur Erleuchtung führt.
Ruhm dem, dem großes Lob gebührt.
Ein Markenzeichen welches voll
den Kunden glücklich machen soll.
Man schmiert´s wie Honig um den Mund
und prompt, der Kunde wird gesund.
Mal wird´s, hier rümpfen sich die Nasen,
wie Zucker in den Arsch geblasen.
Auch wird es auf die Haut gerieben,
ein wahrer Kult damit betrieben.
Es ist gestylt und handverlesen,
perfekter ist noch nichts gewesen.
Ob es gerade, ob gekrümmt
und ganz egal wie man es nimmt,
ein wenig nur davon genügt,
zu wissen, dass hier keiner lügt.
Ja, dieses Mittel immerhin,
haftet unweigerlich im Sinn.
Im Konkurrenzkampf unerbittlich,
macht es die Augen groß und glücklich.
Man kriegt es gar an vielen Orten
und Sammler wollen es schon horten.
Benutzbar ist´s von Kind bis Greis,
bemerkenswert ist auch der Preis.
Drum eignet es sich als Geschenk,
denn preiswert ist es, drum bedenk´,
es ist in keiner Form zu billig
und sendet den Impuls: „ Das will ich“
Es ist von einer Konsistenz,
so samtigweich und glitzerglänz,
so farbenfroh und frischeduftig,
so locker, leicht und auch so luftig,
ist genial und ausgeklügelt,
eine Idee die stets beflügelt.
Ein Ding das über Dingen steht
und radikal das Ding verdreht.
Man nimmt´s von außen und von innen,
kann die Dosierung selbst bestimmen.
Nur ein Produkt das ist das Wunder,
entsorgt den ganzen anderen Plunder.
Weltneuheit, eine Sensation,
Platz Nr.1 belegt es schon.
Zuende geht die Sucherei,
wer´s einmal kauft der bleibt dabei,
denn walltet auch die Hausfrau züchtig,
so manche ist darauf schon süchtig.
Der Produzent ist auf der Flucht,
entwickelt etwas gegen Sucht.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:55 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Entschuldige mein Gähnen!
Zwei Jahre war das Glück mir hold,
ich wollte mit Dir leben,
Dir guter Geistespartner sein
und Harmonie erstreben.
Doch Du hast, außer gutem Sex
mir wenig Lust gegeben,
jetzt steh´ ich hier
und bin perplex.
Mal ein Gespräch, ein kleiner Wink
aus Deiner Herzensmitte,
bekam ich nie , ich war egal,
was zählte war die Sippe.
Es gibt noch einen anderen Grund,
Dein wahrer Partner ist der Hund,
hier gäbe es keinen Verzicht,
so sehr liebst Du mich nicht.
Mal brauchst Du mich für Deine Lust,
läd´st bei mir ab, den Alltagsfrust,
willst nicht mehr einsam sein
und denkst dies zählt allein.
Ach Dein Humor, wie er mich kränkt,
wie er Gefühle zügelt
und meinen Freiheitsdrang bestärkt,
die Rebellion beflügelt.
Seit Wochen stellt sich schon die Frage,
ich weiß nur nicht wie ich´s Dir sage.
Am Anfang war die Zeit sehr schön,
jetzt steh´ ich hier und möchte geh´n.
Ich möchte keine Trauer seh´n
und keine Kroko-Tränen.
Zu unterschiedlich sind wir zwei
drum akzeptier´, es ist vorbei.
Entschuldige mein Gähnen!
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:52 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
wieder hohle Worte
Er fragte Sie.
Sie sagte Ihm.
Er grübelte.
Sie wagte es,
Ihn anzusehen.
Er ließ Sie stehen.
Sie fragte Ihn.
Er sagte Ihr.
Sie dachte nach.
Er wagte schier,
herabzusehen.
Sie wollte gehen.
Sie fragten sich
und sagten viel.
Erkannten dieses
Lebensspiel.
Sie wagten nichts,
sahen sich an
und gingen dann.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:45 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Sturmruhige See
Was Sehnsucht vermag
berührt mich mit wilden Gedanken,
vergiss nicht, ich will mich nicht geben,
doch rührt an Verlangen mein Streben
begehr´ ich die zarten Gefühle,
ach lass´ mich im Strom nicht ertrinken,
wenn Strudel mich reißend ergreifen,
beschütz mich vor mir.
Sei standhaft, wenn Stürme mich heben,
ich fühle, mit Dir könnt´ ich leben,
wie halt´ ich mein Herz nur im Bann,
da Luft sich mit Wasser verbindet
und aufwühlt den grundigen Schlamm.
Was Sehnsucht vermag lässt mich zaudern,
da glücklich Dein Antlitz mir leuchtet,
beruhige dich See.
Ich brauch´ keine kantigen Felsen,
die Brandungen Gischt schäumend trotzen,
viel lieber möchte ich stranden
und g´radwegs im Glücklichsein landen.
Autor: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:40 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Meer sag ich nicht
Der Sturm in mir
treibt ungestüm
das Wasser, welches
schäumend bricht,
als Tränen mir
in mein Gesicht.
Gebt das Gesicht
mir als Kostüm
und kleidet mich
in Wohlgemut.
Ach kleiden mich
die Schmerzen gut.
Ein wenig lächeln
kann ich auch,
es ist wie:
Jubilieren
am Gängelband
zu führen.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:37 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Bewundert werden wollen
fesselt Flügel.
Beachtet werden wollen
stopft das Maul.
Kritik an höchster Leistung
macht sensibel.
Missachtung macht dagegen
stinkefaul.
Ich flechte meine Kreativitäten
nach rotem Faden
in mein Lebensbuch
und wenn ich es mir
ganz genau betrachte,
so webt mir dieser Faden
rotes Tuch.
Autorin: Ralfeva Millionär
Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:35 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.
Das Lästermaul
Gebt mir ein Mittel
gegen Übermut,
ich lasse mir
spitze Zungen wachsen
und speie
dornrote Rosen,
voller Wut,
mein Leben ist
gespickt mit Spaxen.
Sie drehen sich,
voller Fleischeslust
in die Gedärme
meiner Sprache
und nehmen Sätze
sich zur Brust,
die ich mir nie
zum Leitsatz mache.
Näht mir den Mund
mit festem Zwirn,
ich wage aufzudecken
und was gespeichert ist
im Hirn,
zum Leben zu erwecken.
Und sind auch
meine Zungen spitz,
oft zynisch,
kaum verhalten,
so weiß ich doch
was schlimmer ist,
wenn Zungen sind
gespalten.
Und ist ein Wörtchen
zugeknöpft,
es wird sofort
von mir geköpft,
wird gnadenlos
seziert,
solange hin und
her gedacht,
bis es am End´
plodiert.
Ich bin ein altes
Lästermaul,
ja lästern ist
mein Laster,
kommt fangt mich,
ich bin sportlich faul
und knebelt mich
mit Pflaster.
Schlagt mir die Worte
aus dem Kopf,
die Silben
aus dem Leibe,
verbietet mir die
Sprachenlust,
mein lyrisches Geschreibe.
Nehmt mir die Prosa,
das Gedicht,
die Ode, die Balladen,
doch eines könnt ihr
sicher nicht,
meinen Gedanken
schaden.
D´rum Vorsicht
was mich tief erreicht
wird als Geschoß
sich wenden.
Es müsste schon
die Wahrheit sein,
dann könnt` es
glücklich enden.
Autorin: Ralfeva Millionär
Copyright © 2007 Ralfeva Millionär | Alle Rechte vorbehalten
powered by WP 3.2 | Seite geladen in 0,83 Sekunden |
überarbeitet von
Frank Haensel |
Theme by
Nik Iliadis