Tickel – Tacke Nonsensmacke

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:36 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Tickel – Tacke Nonsensmacke

Ich habe ein Witzgewicht

in meinem Kopfe

das rattert hin und her,

berüttelt die Gedanken,

versinkt im Plappermeer.

Ein Harpunist ist Vorstand

und häkelt am Verstand,

ich aber bin mein Eigner

und gebe mir die Hand.

In mir ist einverstanden

was sich zusammen stellt

und was noch nicht vorhanden,

das glaube ich verfällt.

Das Witzgewicht im Kopfe

es tickelt gegen Tacke

und packt mich oft beim Schopfe,

ich glaube es heißt Macke.

Wenn er ne Macke hätte,

dann hätte sie ´nen Tick,

dies eingepackt in Watte,

nun frag ich, wat hab ick?

Ick hab ein Witzgewicht

in meinem Koppe

det rattert hin und her,

wenn einer denkt ich stoppe,

det kann ich nun nicht mehr.

Ein Harpunist ist Vorstand

und häkelt am Verstand,

ich aber bin mein Meister

und gebe Dir die Hand.

Bin gar nicht einverstanden

was da zusammen prallt,

denn alles was vorhanden

ist rettungslos verknallt.

Das Witzgewicht im Kopfe,

es tackelt gegen Ticke

und wer kommt angewackelt?

Ick glaube det bin icke.

Autorin: Ralfeva Millionär

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Phantasiegestrümpf mit eingemachter Maus

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:25 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Phantasiegestrümpf mit eingemachter

Maus


Mein Kaufhaus voller Wünsche,

mein werbendes Plakat,

mein Phantasiegestrümpfe,

mein blubbernder Spinat.


Mein blau-weiß gestreifter Roter,

meine eingemachte Maus,

mein aufgeweckter Toter,

mein Liebeslebengraus.


Mein hohlgewichster Dübel,

mein Sahnetortenschmaus,

mein allergröbstes Übel,

mein gar und ganzes Aus.


Mein Liebesschwingenklingen,

mein Lob mich Wunderland,

mein Einbahnstraßenfahrrad,

mein Regenbogenpfand.


Mein Rüg mich nicht,

mein Lebensschwert,

mein Lock mich an,

mein Kuschelherd.


Mein dreimal zarter Kater,

mein rabenschwarzer Vater,

mein Pittiputtisabberlap,

mein Silberglockenseil.


Mein Fernsehmacher Sagespott,

mein ist schon gut, saugeil,

mein stacheldrechsel Fegerlein,

mein hausgemachtes Ofenschwein.


Mein Nix gesagt derweil.


Autorin: Ralfeva Millionär

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Produktbeschreibung

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 23:15 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Produktbeschreibung

 

Dies ist ein herrliches Produkt,

dass, wenn man es hinunterschluckt,

den Menschen zur Erleuchtung führt.

Ruhm dem, dem großes Lob gebührt.


Ein Markenzeichen welches voll

den Kunden glücklich machen soll.

Man schmiert´s wie Honig um den Mund

und prompt, der Kunde wird gesund.


Mal wird´s, hier rümpfen sich die Nasen,

wie Zucker in den Arsch geblasen.

Auch wird es auf die Haut gerieben,

ein wahrer Kult damit betrieben.


Es ist gestylt und handverlesen,

perfekter ist noch nichts gewesen.

Ob es gerade, ob gekrümmt

und ganz egal wie man es nimmt,


ein wenig nur davon genügt,

zu wissen, dass hier keiner lügt.

Ja, dieses Mittel immerhin,

haftet unweigerlich im Sinn.


Im Konkurrenzkampf unerbittlich,

macht es die Augen groß und glücklich.

Man kriegt es gar an vielen Orten

und Sammler wollen es schon horten.


Benutzbar ist´s von Kind bis Greis,

bemerkenswert ist auch der Preis.

Drum eignet es sich als Geschenk,

denn preiswert ist es, drum bedenk´,


es ist in keiner Form zu billig

und sendet den Impuls: „ Das will ich“

Es ist von einer Konsistenz,

so samtigweich und glitzerglänz,


so farbenfroh und frischeduftig,

so locker, leicht und auch so luftig,

ist genial und ausgeklügelt,

eine Idee die stets beflügelt.


Ein Ding das über Dingen steht

und radikal das Ding verdreht.

Man nimmt´s von außen und von innen,

kann die Dosierung selbst bestimmen.



Nur ein Produkt das ist das Wunder,

entsorgt den ganzen anderen Plunder.

Weltneuheit, eine Sensation,

Platz Nr.1 belegt es schon.


Zuende geht die Sucherei,

wer´s einmal kauft der bleibt dabei,

denn walltet auch die Hausfrau züchtig,

so manche ist darauf schon süchtig.


Der Produzent ist auf der Flucht,

entwickelt etwas gegen Sucht.

 

 

Autorin: Ralfeva Millionär


 

 

 

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Entschuldige mein Gähnen!

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:55 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Entschuldige mein Gähnen!


Zwei Jahre war das Glück mir hold,

ich wollte mit Dir leben,

Dir guter Geistespartner sein

und Harmonie erstreben.


Doch Du hast, außer gutem Sex

mir wenig Lust gegeben,

jetzt steh´ ich hier

und bin perplex.


Mal ein Gespräch, ein kleiner Wink

aus Deiner Herzensmitte,

bekam ich nie , ich war egal,

was zählte war die Sippe.


Es gibt noch einen anderen Grund,

Dein wahrer Partner ist der Hund,

hier gäbe es keinen Verzicht,

so sehr liebst Du mich nicht.


Mal brauchst Du mich für Deine Lust,

läd´st  bei mir ab, den Alltagsfrust,

willst nicht mehr einsam sein

und denkst dies zählt allein.

Ach Dein Humor, wie er mich kränkt,

wie er Gefühle zügelt

und meinen Freiheitsdrang bestärkt,

die Rebellion beflügelt.


Seit Wochen stellt sich schon die Frage,

ich weiß nur nicht wie ich´s Dir sage.

Am Anfang war die Zeit sehr schön,

jetzt steh´ ich hier und möchte geh´n.


Ich möchte keine Trauer seh´n

und keine Kroko-Tränen.

Zu unterschiedlich sind wir zwei

drum akzeptier´, es ist vorbei.


Entschuldige mein Gähnen!


Autorin: Ralfeva Millionär



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wieder hohle Worte

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:52 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

wieder hohle Worte


Er fragte Sie.

Sie sagte Ihm.

Er grübelte.

Sie wagte es,

Ihn anzusehen.

Er ließ Sie stehen.

Sie fragte Ihn.

Er sagte Ihr.

Sie dachte nach.

Er wagte schier,

herabzusehen.

Sie wollte gehen.

Sie fragten sich

und sagten viel.

Erkannten dieses

Lebensspiel.

Sie wagten nichts,

sahen sich an

und gingen dann.


Autorin: Ralfeva Millionär

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Sturmruhige See

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:45 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Sturmruhige See

Was Sehnsucht vermag

berührt mich mit wilden Gedanken,

vergiss nicht, ich will mich nicht geben,

doch rührt an Verlangen mein Streben

begehr´ ich die zarten Gefühle,

ach lass´ mich im Strom nicht ertrinken,

wenn Strudel mich reißend ergreifen,

beschütz mich vor mir.

Sei standhaft, wenn Stürme mich heben,

ich fühle, mit Dir könnt´ ich leben,

wie halt´ ich mein Herz nur im Bann,

da Luft sich mit Wasser verbindet

und aufwühlt den grundigen Schlamm.

Was Sehnsucht vermag lässt mich zaudern,

da glücklich Dein Antlitz mir leuchtet,

beruhige dich See.

Ich brauch´ keine kantigen Felsen,

die Brandungen Gischt schäumend trotzen,

viel lieber möchte ich stranden

und g´radwegs im Glücklichsein landen.


Autor: Ralfeva Millionär



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Meer sag ich nicht

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:40 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Meer sag ich nicht

Der Sturm in mir

treibt ungestüm

das Wasser, welches

schäumend bricht,

als Tränen mir

in mein Gesicht.


Gebt das Gesicht

mir als Kostüm

und kleidet mich

in Wohlgemut.

Ach kleiden mich

die Schmerzen gut.


Ein wenig lächeln

kann ich auch,

es ist wie:

Jubilieren

am Gängelband

zu führen.

Autorin: Ralfeva Millionär

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Den Faden nicht verlieren

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:37 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Den Faden nicht verlieren

Bewundert werden wollen

fesselt Flügel.

Beachtet werden wollen

stopft das Maul.

Kritik an höchster Leistung

macht sensibel.

Missachtung macht dagegen

stinkefaul.

Ich flechte meine Kreativitäten

nach rotem Faden

in mein Lebensbuch

und wenn ich es mir

ganz genau betrachte,

so webt mir dieser Faden

rotes Tuch.


Autorin: Ralfeva Millionär

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Das Lästermaul

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 22:35 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Das Lästermaul



Gebt mir ein Mittel

gegen Übermut,

ich lasse mir

spitze Zungen wachsen

und speie

dornrote Rosen,

voller Wut,

mein Leben ist

gespickt mit Spaxen.


Sie drehen sich,

voller Fleischeslust

in die Gedärme

meiner Sprache

und nehmen Sätze

sich zur Brust,

die ich mir nie

zum Leitsatz mache.


Näht mir den Mund

mit festem Zwirn,

ich wage aufzudecken

und was gespeichert ist

im Hirn,

zum Leben zu erwecken.


Und sind auch

meine Zungen spitz,

oft zynisch,

kaum verhalten,

so weiß ich doch

was schlimmer ist,

wenn Zungen sind

gespalten.


Und ist ein Wörtchen

zugeknöpft,

es wird sofort

von mir geköpft,

wird gnadenlos

seziert,

solange hin und

her gedacht,

bis es am End´

plodiert.


Ich bin ein altes

Lästermaul,

ja lästern ist

mein Laster,

kommt fangt mich,

ich bin sportlich faul

und knebelt mich

mit Pflaster.


Schlagt mir die Worte

aus dem Kopf,

die Silben

aus dem Leibe,

verbietet mir die

Sprachenlust,

mein lyrisches Geschreibe.


Nehmt mir die Prosa,

das Gedicht,

die Ode, die Balladen,

doch eines könnt ihr

sicher nicht,

meinen Gedanken

schaden.


D´rum Vorsicht

was mich tief erreicht

wird als Geschoß

sich wenden.

Es müsste schon

die Wahrheit sein,

dann könnt` es

glücklich enden.


Autorin: Ralfeva Millionär

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Unruhe tickt im Zeitgehäuse

Veröffentlicht am Samstag, 29 August, 2009 um 21:52 von Ralfeva Millionär.
Kategorien:Gedichte.

Unruhe tickt im Zeitgehäuse

Es erhob sich eine Stimme

und sprach:

Wehe Euch, die Ihr der Zeit

die Sporen gebt.

Gemessen an der Ewigkeit

seid ihr Eintagsfliegen.

Es scheint euch nicht schnell

genug zu gehen

das Jenseits zu erreichen.

Was dann?

Wenn die Erinnerungen bleiben

und ihr erkennen müsst,

auf euren Schultern lastet

das ganze Weltgeschick.


darum:


Lass in Selbstzufriedenheit ruhen

was im Zeitgehäuse unruhig tickt.

In der Ruhe liegt die Kraft

die Euch

aus vollen Krügen schöpfen lässt.

Eure Eigenliebe ist unangebracht

und bringt Euch nur in

innere Konflikte.

Wirklich elementar sind:

Nächstenliebe, Seele, Gott,

und daran glaubet fest.


Autorin: Ralfeva Millionär

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